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Führungsstärke durch persönliche Kompetenz – Sinn

Führungsstärke und Persönliche Kompetenz

… und hier wie angekündigt Teil drei des weiterführenden Artikel zum Thema Führungsstärke Sinn. 

Wie in den ersten beiden Artikeln beschrieben, folgen wir Menschen in unserer Motivation den drei grundlegenden Richtungen bzw. Zielen: Autonomie, Meisterschaft und Sinn

Heute geht es um die Frage nach dem Sinn.

Was bedeutet das Streben nach Sinn für unsere praktische Lebensführung und den Arbeitsalltag? Und wie können die Erkenntnisse daraus für Sie als Führungskraft selbst und ihr Team nützlich sein? 


Sinn steht als Überschrift für die dritte Stufe der Motivation (ohne dass es eine Wertung sein soll). Nachdem ich in den ersten beiden Artikeln über das Streben nach Autonomie und Meisterschaft und dem damit verbundenen Bedürfnis nach Selbstbestimmung, Unabhängigkeit und dem ‚Gut-Sein-Bedürfnis‘ geschrieben habe, geht es heute um die Sinn-Suche im Leben und die Auswirkungen im Arbeitsfeld. 

Einer meiner Lehrer hat mal gesagt:“Das Leben ist sinnlos.“ Und ich muss zugeben, ich war im ersten Moment schockiert. Als ich dann nach dem Abklingen der Emotionen darüber nachdenken konnte, stellte ich fest, dass ich ihm recht geben musste. ‚Sinnlos‘ im Sinne von frei von Sinn, ja. Frei von Wertung, frei von Moral, frei von Zielen, frei von allem Möglichen und dieses ‚frei von..‘ erweiterte mein Verständnis hin zu der Ergänzung der Aussage ‚Es hat nur den Sinn, den Du ihm gibst‘.


Und an der Stelle spüre ich direkt und immer wieder die beiden Seiten der Freiheit. Einerseits im Wortsinne der Befreiung von etwas und andererseits im Wortsinne der unausweichlichen Wahrheitsfindung mir selbst und meiner Verantwortung gegenüber. Der Verantwortung dem gegenüber was in meiner Hand liegt, in meiner Macht, Einfluss zu nehmen auf meine Umwelt, meine Mitmenschen. Doch um diesen Einfluss zum ‚Guten‘ zu bringen, im Sinne von Entfaltung der Schönheit, Freude und des Glücks muss ich zuallererst Einfluss nehmen auf mich Selbst. 


An dieser Stelle begegne ich der Sinnfrage in mir, der ich mich stellen muss und folgenden möglichen Fragen: 

  • Welchen Sinn WILL ich meinem Leben geben?
  • Was gibt mir ein Gefühl der Zufriedenheit (im Sinne von ‚In-Frieden-Sein‘)?
  • Wie nah bin ich dem? oder 
  • Was ergeben sich daraus für Konsequenzen? 

Die Gesetze, denen das Leben folgt sind vielschichtig und schwer zu formulieren, aber eine einfache Regel können Sie hoffentlich auch aus Ihrer Lebenserfahrung ziehen – alles gleicht sich aus und das was ich gebe, kommt irgendwann zu mir zurück, und dann gefühlt in vermehrter Form. 

Ergänzend zu den Fragen als persönliche Arbeitsaufgabe für Sie als Führungskraft und für jeden Menschen, der sein Leben führen statt es nur vorbeiziehen lassen will, machen Sie sich bewusst, dass es Menschen in Ihrem Umfeld gibt, für die die Verhaltenskonsequenzen elementar sind, die sich aus Ihren Antworten ergeben. 

Ok, jetzt bringen wir den philosophischen Abschweif mal wieder etwas greifbarer auf die Erde und fassen das für Ihr Arbeitsfeld zusammen: 

  1. Das Leben ist ohne Sinn! Es IST einfach!
  2. Sie entscheiden welchen Sinn Sie dem geben was Sie tun!
  3. Bemühen Sie sich, denn das was Sie geben, bekommen Sie (vermehrt) zurück! und 
  4. Sie sind wichtig für bestimmte Menschen in Ihrem Feld!

Vertiefungsfragen, Meinungen oder Unterstützung gewünscht oder einfach nur einen Gedanken oder eine Ergänzung formulieren wollen, bitte gern als Kommentar oder direkte Kontaktaufnahme. 

Ich freue mich drüber und drauf. 😉

Jörg Adolphs

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