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#1:„Zeiten der Veränderung sind Zeiten für Veränderung.“ Warum Widerstand und Veränderungsbereitschaft tatsächlich Großartiges in unserem Leben ermöglichen können.

Führungsstärke und Persönliche Kompetenz

Ein Impuls von KAI8 // Jörg Adolphs & Anthony Steffan, der zum Nachdenken und Mitmachen anregen soll.

Das Leben ist voller Veränderungen und manche sagen es sei das einzige Merkmal des Lebens, aber die entscheidende Frage ist: Wie reagieren wir auf  Veränderungen?

Jeder von uns hat es erlebt und erlebt es gegenwärtig, dass die Dinge anders kommen als angenommen oder geplant. Was machen wir dann? Gehen wir bejahend mit dieser neuen, andersartigen Ausgangslage um, wollen wir die Chancen sehen oder regt sich Widerstand in uns, sind wir von Abneigung geprägt, sind wir gelähmt, verzweifelt?

Was kann der gefühlte Widerstand für Nutzen bringen, wenn wir geschickt mit ihm umzugehen wissen? Und: Wie kann ich meinen eigenen Widerstand überhaupt für mich gewinnbringend arbeiten lassen?


Nachfolgend möchten wir Ihnen, werte Leser, einige Impulse geben und Sie an unserem Erfahrungsschatz teilhaben lassen, dass Sie Unvorhergesehenes neu schätzen können und Widerstände und Abneigungen nicht als etwas Bedrohliches empfinden, sondern als echte Chance erkennen und annehmen können.

Zwei Haltungen – Ergebnis der Bewertung

Wie gehen wir mit Veränderung um? Gestalten wir sie aktiv oder fühlen wir uns ohnmächtig? Die Reaktion und der daraus resultierende Umgang mit Veränderung haben für uns meistens zwei grundlegende Möglichkeiten. Entweder begegne ich der Veränderung mit einer gewissen Zustimmung, einer inneren Bejahung im Sinne von „Jaa, auf geht’s!“ oder ich begegne der Veränderung mit Ablehnung und Widerstand im Sinne von „Nein, bitte nicht!“ Beide Zustände und Haltungen hat jeder in seinem Leben schon öfters erlebt. Beide Zustände sind emotionale Reaktionen als Ergebnis eines inneren Bewertungsprozesses, der die aktuelle oder zurückliegend erschaffene Situation positiv oder negativ bewertet. Daraus resultiert die eigene Herangehensweise an die jeweilige Situation. In der ersten Situation bin ich erfüllt von Euphorie, fühle mein inneres Feuer und vielleicht meine Schöpferkraft.  

Einsatz der Schöpferkraft 

Ein Fest der Freude und der Kreativität, so könnte man die Entfaltung der eigenen inneren Schöpferkraft bezeichnen. Eine Kraft, die sich im kleinsten Detail der Gestaltung wiederfindet und spiegelt. Sei es die Gestaltung der neuen Wohnung, des neuen Hauses oder WG-Zimmers, sei es der eigene Garten oder das eigene Stück Land, sei es die Garage oder die Küche bzw. der Hobbyraum. Überall dort, wo wir diese Kraft entfaltet haben in unserem Leben, können wir es an einer leichten Art eines Lächelns, manchmal eher ein inneres Lächeln, erkennen. Dann ‚wissen‘ wir, dass sich hier jemand mit dieser Kraft entfaltet hat und es kann dann auch leicht auf uns ‚abfärben‘ und wir fühlen uns selbst ‚beflügelt‘. Alles fühlt sich leichter und irgendwie richtig an. Jegliches Zweifeln ist verschwunden, ein Vertrauen in die ‚Richtigkeit‘ dessen, was wir vor uns sehen stellt sich ein. Aus unserer Sicht ist es der beste Zustand, den wir Menschen erreichen können und er ist es wert als Ziel aufgestellt zu werden, an dem ich meine Aktivitäten messe und ausrichte. 

Widerstand – Was nun? 

In der oben beschriebenen zweiten Situation reagiere ich mit Angst und Widerstand auf die sich ankündigende Veränderung oder ich nehme bei meinem Partner, Kollegen oder Freund diesen Widerstand war, oft in Form von Verweigerung, Angst oder Ver-Zweifeln. Schauen wir uns diesen Zustand, diese Situation mal etwas genauer an und fragen, was könnte denn da für mich drin sein? Welchen Nutzen könnte ich aus meinem Widerstand oder dem des Anderen ziehen? Welchen Sinn könnte meine Ablehnung oder die des Anderen haben? 

„Mit meinem Widerstand diene ich dem jungen Kaiser.“ sagte einst der Samurai-Anführer Kazumuto im alten Japan zu Zeiten der militärischen Revolution. Er weigerte sich das Schwert abzulegen und auf Schusswaffen umzustellen. Er hielt die Tradition hoch und forderte eine Beachtung der Vergangenheit. Der junge Kaiser war umgeben von vielen Beratern, die mehrheitlich die Einführung der Schusswaffen forderten, weil sie ein gutes Geschäft machen wollten. Und tatsächlich hätte der junge Kaiser ohne die Rebellion von Kazumuto überhaupt keine Argumentation, die Einführung der Schusswaffen nicht zu erlauben. Die Rebellion oder der Widerstand fordern uns also immer auch dazu auf, genauer hinzuschauen und tatsächlich eigene Entscheidungen zu treffen und nicht blind Manipulation und subtiler Einflussnahme ausgesetzt zu sein.

Ein zweiter Punkt, den der Widerstand uns oft bringt ist die Aufforderung zur Symbiose oder dem ‚Querdenken‘. Wir fahren uns gedanklich gern fest in Entweder-Oder-Situationen. Dann meinen wir es muss entweder das Eine oder das Andere entschieden oder umgesetzt werden. Doch genauso oft ist es ein Leichtes und aus unserer Erfahrung das viel zitierte ‚Win-Win-Gefühl‘ für alle Beteiligten, wenn einerseits wie im alten Japan die Tradition beachtet/gewahrt wird/bleibt und andererseits der neue Zweig/Trieb seine Daseinsberechtigung findet und wohlwollend integriert wird. 

Lösungsvorschlag/Umgang mit Veränderungen 

„Wahrhaft siegt, wer nicht kämpft“ (Sun Tsu – Die Kunst des Krieges)

Unsere Herangehensweise ist, eine innere Haltung des ‚Einverstanden-Seins‘ anzustreben. Einverstanden-Sein mit der Zustimmung und Einverstanden-Sein mit dem Widerstand, mit beiden Zuständen. Denn nur, wenn ich einverstanden bin, wenn ich innerlich nicht kämpfe und mich nicht verstricke, dann distanziere ich mich von meinem Getrieben-Sein und treffe wirklich eigene Entscheidungen, kann genauer hinschauen und analysieren, wofür die Situation gut sein kann. Und nur in einem Zustand des Einverstanden-Seins kann ich die Symbiose aus dem Alten und dem Neuen finden. Je nach Stärke der Emotion kann es sein, dass man evtl. Unterstützung von Außen braucht, die eigenen Gefühle und Empfindungen zu spiegeln und zu reflektieren, um so ein Erkennen zu ermöglichen. Der Andere gibt Einem also die Möglichkeit, über einen ‚Umweg‘ eine Distanz zu den eigenen Emotionen aufzubauen. 

Wichtig dabei, der Spiegel, der Reflektor, der Andere sollte frei von eigener Wertung, eigener ‚Verfärbung‘ sein, damit derjenige, der Unterstützung sucht, klar sehen und erkennen kann, was seine eigene Entscheidung ist und wie sie Symbiose des Alten und des Neuen aussehen kann. Das ist was wir mit unserer Arbeit tun, wir brennen dafür, einen Beitrag zur Um-Gestaltung der Gesellschaft/der Arbeitswelt zu leisten und für Veränderung in Zeiten der Veränderung.

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