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So entwickeln Sie Ihre Emotionale Kompetenz und wofür das gut ist

Führungsstärke und Persönliche Kompetenz

Ein Impuls für Führungskräfte von Jörg Adolphs 

Emotionale Intelligenz ist zwar ein Begriff, der nicht neu ist, doch gilt er als das neue ‚Zauberwort‘ in der Führungsbranche. Und wie Victoria Mattingly und Kurt Kraiger von der Colorado State University in einer Metaanalyse als Forschungsergebnisse bestätigten, lässt sich die so genannte Gefühlskompetenz trainieren. Aber wie? Und was können Führungskräfte damit anfangen? 

Die Ausgangslage 

Viele Führungskräfte sind fachlich brillant. Sie haben viel Zeit und Energie investiert in ihre Ausbildung. Inzwischen haben sie auch schon eine Menge Erfahrungen gesammelt. Und doch fällt es einigen schwer, zum einen Zugang zu ihren eigenen Gefühlen und Emotionen zu finden und dann auch noch angemessen damit umzugehen, sich selbst zu managen. Und zum anderen sollen sie dann auch noch Zugang zu den Gefühlen und Emotionen ihrer Mitarbeiter bekommen und sie aktiv bei deren Arbeit unterstützen. Der Stress und Erwartungsdruck ist hoch und kommt aus mehreren Richtungen. Ihre Vorgesetzten wollen bestimmte Ziele und Ergebnisse von ihnen sehen und von ihren Mitarbeiter wollen sie oft gern abgeholt und eingebunden werden. Und so fühlen sie sich oft in einer Sandwichposition, die sehr belastend sein kann. Obendrein gibt es auch noch eigene Ansprüche und Erwartungen an sich selbst. 

Die Herausforderung 

Wie kann eine Führungskraft beiden Seiten gerecht werden? Wie kann man die Erwartungen erfüllen und gleichzeitig gute Performance bieten? Wie schaffen sie es, sich einerseits authentisch und berührbar zu verhalten und andererseits die besten Ergebnisse zu liefern. Im Jahr 1990 wurde in der University of New Hampshire der Begriff Emotionale Intelligenz als die Fähigkeit definiert, die eigenen und fremden Gefühle und Emotionen (korrekt) wahrnehmen, verstehen und beeinflussen zu können. Die Schwierigkeit liegt hier in der Vielschichtigkeit der Thematik. Man braucht viele weitere Eigenschaften, um dieses Ziel zu erreichen. Kognitive Intelligenz, Mut, Ehrlichkeit und Empathie sind nur einige Beispiele. Der blinde Fleck der eigenen Persönlichkeit kommt als weitere Schwierigkeit dazu. Dieser macht es uns nahezu unmöglich, bestimmte (unbewusste) Bereiche der Persönlichkeit überhaupt wahrnehmen zu können. Dafür können uns unsere Mitmenschen sehr gute Unterstützung geben.
 
Lösungsansatz

Ein möglicher Lösungsansatz besteht im aktiven Training besagter Eigenschaften mit Hilfe von Skalierung und den anderen Menschen als Spiegel. Am besten eignen sich die Menschen, mit denen wir in unserem täglichen Leben zu tun haben. Skalierung bedeutet hier Bewertung einer bestimmten Eigenschaft auf einer Richterskala von 0 bis 10 zu einem Zeitpunkt x. Dabei ist 0 immer das ‚Nichtvorhandensein‘ dieser Eigenschaft und 10 die bestmögliche Ausprägung. Nun können wir im Vorfeld selbst die Ausprägung einer (oder mehrerer) Eigenschaft(en) einschätzen und uns einen ‚Wert‘ geben. Dann bitten wir Menschen im eigenen Umfeld um eine Bewertungszahl nach diesem Verständnis zu einer (oder mehrerer) dieser Eigenschaften und erhalten so ein persönliches ‚Assessment-Center-Ergebnis‘. Nun können wir uns die Eigenschaft nehmen, die einen Durchschnitt von z.B. unter 5 bekommen hat und diese in den nächsten Tagen und Wochen im eigenem Bewusstsein behalten, uns mit ihr auseinandersetzen und im Tagesgeschäft ‚live trainieren‘. Dabei suchen wir nach konkreten Verhaltensweisen, die zu einer ‚idealen‘ Ausprägung dieser Eigenschaft gehören. Ob sich die Eigenschaft verbessert hat, bekommen wir durch ein wiederholtes Skalieren nach ein bis drei Monaten raus. 

Nebeneffekte dieser Herangehensweise, ich entwickle ein gesundes Selbstbild, bin gutes Vorbild für meine Mitarbeiter und werde greifbar/berührbar. (Vielleicht befreie ich mich auch noch von allen möglichen Ängsten, die dieser Weg so mit sich bringen kann.) Ein Coach kann an der Stelle helfen, sauber (an sich selbst) zu arbeiten und seiner eigenen Verpflichtung so lange treu zu bleiben bis sich unbewusste Kompetenz, in dem Fall emotionale Kompetenz, einstellt. 

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